Rucksackpacken für 3 Monate Äthiopien – Teil 1

Ich bin ein Meister im Hinausschieben. Immer wenn ich keine genaue Vorstellung habe, wie Etwas abläuft, dann verschiebe ich es. Das fällt sicher unter das Schlagwort “Prokrastinieren”. Was habe ich denn heute schönes gemacht?

Ich habe schöne Blumen für die Wohnung gekauft und sie verziert. Dann war ich einkaufen und habe spontan entschlossen für ein schönes Risotto einzukaufen. Ich habe sogar über Markknochen mit der Fleischverkäuferin gesprochen (sowas von überhaupt nicht meine Art, also beim Einkaufen ratschen und dann noch über Markknochen).

Naja wie dem auch sei, da Aufschieben scheiße ist und ich langsam nervös werde, ob des umgepackten Rucksacks, habe ich entschlossen mir beim Packen für die Reise nach Äthiopien Hilfe zu holen. Ich habe in einem ganz tollen Blog (Link folgt), der sich einzig und alleine der Packkunst verschrieben hat, recherchiert. Ich habe bis Seite 9 jeden Post von ihr durchgelesen. Wie packt man für 6 Monate Australien, wie packt man für 2 Wochen sonstwo. O-Ton meiner Recherche war, egal ob man 2 Wochen oder 2 Monate einpackt, man sollte so wenig wie möglich mitnehmen, da jedes Shirt und jeder Schuh getragen werden möchte. Sie schlug vor für 2 Wochen zu packen und   sich auf viele Handwäschen vorzubereiten (gesagt getan ich habe mir bei Amazon sogleich eine Reisewäscheleine besorgt. Diese hat zwei Hacken, damit man sie gut befestigen kann – wo auch immer. Dazu noch kleine Klemmen, um die Wäsche zu befestigen). Weiters schlägt sie vor, vor dem Packen alles Mitzunehmende auf Häufchen zu packen und dann noch einmal die Hälfte (!) wegzunehmen. Gesagt getan.

Hier ist Haufen 1:
Reise nach Äthiopien -  Klamotten 1
Hier ist Haufen 2:
Reise nach Äthiopien -  Klamotten 2

Er besteht aus:

3 Pullis
5 Shirts
1 Shorts
3 Kleider
5 Leggings
3 Hosen
3 Sportshirts

Ich habe 1 Shirt, 1 Pulli und 1 gemütliche Hose weggenommen.

Ich kann nicht mehr entfernen! Ich glaube das passt so, auch wenn ich immer noch Angst habe mir den Tod zu schleppen. Bei den Pullis hatte ich einen mit Woll-und Kaschmiranteil, der Andere war aus reiner Baumwolle, dafür aber leicht see-trough und dazu noch etwas schicker. Die Frage, die ich mir stelle, was mich mehr nerven wird: Evtl. frieren oder auf einen feinen Pulli zu verzichten. Ich habe mich gegen den eleganten Pulli mit unpraktischem 3/4 Arm entschieden, muss aber zugegeben, dass ich noch nicht besonders überzeugt von meiner Wahl bin. Sind Backpacker nicht auch deshalb so verschrien (wo hab ich das eigentlich her, Notiz an mich: Quelle suchen), weil sie vor sich hin ranzen? Weiß nicht. Allerdings habe ich außerdem noch gelesen, dass man sich auch auf Reisen so kleiden sollte, wie man es im Alltag tut. Tja und von der Existenz des eleganten Pullis wusste ich die längste Zeit nix mehr, da er sich in die hinterste Kleiderschrankecke versteckt hat. Ja Pullis machen das manchmal, umso schöner die Wiedersehensfreude. Mein Punkt ist, ich habe den warmen Woll/Kaschmirpulli sehr viel öfter getragen, also kommt der mit. Die gemütliche Hose, von der ich mich getrennt habe, habe ich auch eher selten getragen. Das gute ist, es handelt sich um eine schwarze (!) Hose. Da der Rest meiner Garderobe sehr oft sehr stark bunt gemustert ist, wäre ein schwarzes Basic Teil vielleicht keine schlechte Idee. Hinzukommt, dass die Hose weit ist und aus reiner Baumwolle. Dennoch habe ich mir bereits bei dem ersten Klamottenhaufen gedacht, ob das wirklich sein muss. Das ist mit Sicherheit ein Zeichen. Nein diese Hose kommt nicht auf meine Reise mit.

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *